Unter einer Karikatur versteht man eine Zeichnung oder einen Comicstreifen, der verschiedene Lebensumstände oder Personen (zumeist des öffentlichen Interesses) auf komische Art und Weise überspitzt darstellt.
Oftmals beinhalten Karikaturen kritische Ansichten des Zeichners zu bestimmten gesellschaftlichen Phänomen, politischen Themen oder Personen. Bestes Beispiel für moderne Karikaturen, die nahezu jedermann in Deutschland mindestens einmal gesehen hat, sind die frühen Werke des Humoristen Vicco von Bülow, der unter seinem Künstlernamen „Loriot“ bestens bekannt sein dürfte.
Um eine erfolgreiche Karikatur zu verfassen, bedarf es einer großen Menge Hintergrundwissens über das Thema oder die Person, die es zu karikieren gilt.
Es liegt in der Regel beim Karikaturisten selbst, wie eindeutig die Ironie der Karikatur für den Leser zu erkennen ist. Generell bemühen sich Karikaturisten jedoch, komplexe Sachverhalte in ihren Karikaturen möglichst allgemein verständlich darzustellen. Die Reichweite einer Karikatur reicht von totaler Verurteilung des jeweiligen Themas der Karikatur bis zu einer hintersinnigen Ironie, die Mängel in der Gesellschaft aufzeigen respektive andeuten möchte.
Die Geschichte der Karikatur geht zurück bis ins Mittelalter zu Zeiten Leonardo da Vincis. Dieser fertigte seinerzeit bereits groteske Zerrbilder berühmter zeitgenössischer Personen an, die als Vorläufer moderner Karikaturen gelten. Schnell waren Karikaturen beim Volk beliebt. Daher verwundert es nicht weiter, dass Karikaturen stets ihren festen Platz in Zeitungen hatten und haben. Beste Beispiele hierfür sind die „Fliegenden Blätter“ in München und der „Kladderadatsch“ in Berlin.
Auch als Präsent für sämtliche Feiern und Anlässe eignen sich Karikaturen bestens. Empfehlenswert ist es, dass die entsprechende Karikatur eine Ähnlichkeit zum Beschenkten oder dessen Lebensumfeld aufweist. Hierbei bedarf es jedoch eines gewissen Feingefühls, den Beschenkten durch die Karikatur nicht zu verletzen oder bloß zu stellen.